FELDENKRAIS - für gutes Gelingen
Workshops  (samstags 10 - 13 Uhr, wenn nicht anders angegeben)

13. Januar  SITZEN - dynamisch, (10 - 13 Uhr, optional Verlängerung bis 17 Uhr)

27. Januar  SCHULTER/NACKEN - frei

3. Februar  FUSS & SPRUNGGELENK - Gehirn unseres Gehens und Stehens

3. März       Freier Kopf: AUGEN  entspannt

17. März     Freier Kopf: KIEFERGELENKE, ZUNGE & GEHÖR


Seminar vom 24.-25. Februar 2018!


HÖREN

als akustischer, motorischer und emotionaler Vorgang

Wenn wir hören, wandelt unser Körper die akustischen Signale der Umwelt als Erstes in eine Bewegung unser Gehörknöchelchen um. Genau genommen bedeutet das: Wir nehmen unsere eigenen Knochenschwingungen wahr, wenn wir hören. Wegen der geringen Reizstärke akustischer Signale ist der Hörsinn unsere feinste Sinneswahrnehmung. Um diese Wahrnehmung von Schallreizen überhaupt entstehen zu lassen, ist es unabdingbar, still zu werden.

Gerade wegen dieser hohen Absolutempfindlichkeit, die 10 Millionen mal feiner ist als die taktile Sensibilität der Haut, können wir die Eigenschaften der Hörwahrnehmung nutzen, um unsere eigene Wahrnehmung zu schärfen und Störfelder - wie z.B. einen Tinnitus - zu beseitigen.

Eigenschaften wie innere Ruhe, Resonanzfähigkeit, Schwingungsregulierung, Mustererkennung, Impulskraft und Orientierung in Raum und Zeit spielen nicht nur in der Hörwahrnehmung, sondern auch in der Feldenkraismethode bzw. beim organischen Lernen eine wichtige Rolle.

Als Physiotherapeutin und Feldenkraispädagogin, die sich intensiv seit vielen Jahren mit Störungen der Hörwahrnehmung beschäftigt hat, kann Bettina Gronemeyer Interessierten diese Verbindungen zwischen unseren Bewegungen und der Hörwahrnehmung erfahrbar machen. Neue Erkenntnisse aus der Hirnforschung, welche alle Wahrnehmungsmodalitäten miteinander vernetzt sieht, fließen in dieser Arbeit mit ein.

Schwankungen des Hörvermögens, Hörsturz, Tinnitus, Tubenfunktionsstörungen ect. werden dadurch verständlich und beeinflussbar. Das Arbeiten mit den Bewegungsstrukturen in und um die Ohren bekommt mehr Klarheit .

Im Seminar werden wir durch Wissensvermittlung über den Hörvorgang, Reduzierung unserer inneren Unruhe, achtsame Bewegungen am Boden, Beobachtung und Interaktion mit den anderen Kursteilnehmern/-innen neue Erkenntnisse erlangen und diese praktisch für uns verwenden können.

Seminardaten
Kursort:
Ev. Gemeindezentrum, Am Leitgraben 19, 55130 Mainz- Laubenheim
Kursdaten: Samstag 24. Februar 2018 von 10.00 – 16.00, Sonntag 25. Februar .2018 von 10.00 - 13.00 Uhr
Kosten: 200,- € zu zahlen auf das Konto der Hamburger Postbank, IBAN: DE63200100200679409200 , BIC: PBNKDEFF200
Anmeldung: per e-mail formlos: besserhoeren@gmx.de bzw. telefonisch 040-2792987 oder 01715007415 bei Frau Gronemeyer. Die Anmeldung wird bei Zahlungseingang gültig. Teilnehmerzahl max. 20
Stornierung: Bei Stornierung bis zum 01.02.2018 wird eine Bearbeitungsgebühr von 20,-€ fällig. Stornierungen nach diesem Zeitpunkt sind nur möglich, wenn der Platz von der Warteliste belegt werden kann bzw. eine andere Person einspringt. Ansonsten wird der gesamte Teilnahmebeitrag fällig.
Bringen Sie bitte eine Matte, eine Decke und warme, bequeme Kleidung mit. Weitere Informationen können nachgelesen werden unter www.tubenfunktion.de.


BETTINA GRONEMEYER

Als Physiotherapeutin arbeitete Bettina Gronemeyer 12 Jahre lang in der HNO-Klinik des Hamburger Universitätsklinikums in Eppendorf. Ihre Spezialisierung auf diesem Gebiet führte zur Einbindung auf der Suche nach neuen Therapiekonzepten bei Funktionsstörung der Tuba auditiva. Ihr großartiger Erfolg bei der konservativen Behandlung dieser Problematik (80% der Betroffenen brauchten keine weitere medizinische Betreuung) fand Eingang in die Habilitationsschrift von Dr. Sören Wenzel, der zur Zeit als HNO-Arzt in Pinneberg bei Hamburg praktiziert. Auch auf der Suche nach neuen konservativen Behandlungsan-sätzen bei Tinnitus, schwankendem Hörvermögen, Hörverzerrungen, Ohrdruck und Schwindel konnten durch ihre große Fachspezifität neue und sehr erfolgversprechende Ansätze herausgearbeitet werden, die zur Zeit noch nicht zum Allgemeinwissen der Fachwelt gehören.
Bei der konservativen Behandlung von Hörstörungen wird Frau Gronemeyer häufig von Musikern aufgesucht. Ihre Patientin Frau A. ist eine sehr erfolgreiche Konzertflötistin und unterrichtet selbst. Mit 28 Jahren begannen ihre Nackenbe-schwerden, die chiropraktisch und physiotherapeutisch immer wieder behandelt werden mussten. Außerdem litt sie an einem unerklärlichen Rückgang ihres Zahnfleisches, obwohl ihre Zähne völlig gesund waren. Sie kam im Alter von 29 Jahren wegen ständigem Ohrdruck, der sich bis zu einem Schmerz steigern konnte, wegen einer Autophonie (doppeltes Hören der eigenen Laute), wegen eines Tinnitus und zunehmend schlechterem Hörvermögen. Da Musik ihr Leben ist, war ihr Leidensdruck besonders groß. - Nach 12 Sitzungen à 60 Min. innerhalb von 6 Monaten bei Frau Gronemeyer waren Ohrdruck, Autophonie und Tinnitus verschwunden, der Zahnfleischrückgang konnte gestoppt werden und sie hörte wieder klar. Neue Therapieansätze und ein sehr bewusster Umgang mit Bewegungsabläufen wie bei der Feldenkraismethode machten diesen Erfolg möglich!